Älter werden - zu Hause wohnen

Die meisten Menschen möchten im Alter so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen. Das ist möglich, wenn Sie rechtzeitig planen und auch die Entwicklung Ihrer Bedürfnisse in den Blick nehmen. Bedenken Sie auch die Kosten für kurzfristige oder einmalige Dienstleistungen. Ein hilfsbereites soziales Umfeld sollte in jedem Fall vorhanden sein.

Barrierefrei wohnen: Wohnberatung

Viele Wohnungen sind nicht auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet. Oft können einfache Veränderungen oder Anpassungen in der Wohnung, der Gebrauch von speziellen Hilfsmitteln oder in Einzelfällen ein Umbau ausreichend sein, um ein Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen (siehe S. 17 unter „Wohnraumanpassung“). Die Wohnberatung des Landkreises Haßberge berät zu Grundlagen der Barrierefreiheit über individuelle Maßnahmen der Wohnraumanpassung bis hin zu Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten. Geschulte Ehrenamtliche beraten vor Ort und geben Hilfestellung bei Fragen der Anpassung des Wohnraums an die Bedürfnisse älterer und pflegebedürftiger Personen.
Neben Fachkräften im Landratsamt beraten Mitarbeiter des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e. V. (Soziale Wohnungsbörse FairMieten) und Energieberater des UBIZ.

Wohnberatung im Landratsamt Haßberge

Am Herrenhof 1
97437 Haßfurt

0 95 21/27-3 95
E-Mail senden

Hilfen im Alltag

Soziale Hilfsdienste und Serviceagenturen bieten die unterschiedlichsten Dienstleistungen, die das tägliche Leben älterer Menschen erleichtern: etwa hauswirtschaftliche Unterstützung, Fahrdienste sowie Begleitung zum Arzt, zu Behörden oder beim Spazierengehen. Solche Leistungen sind kostenpflichtig und werden in der Regel nicht erstattet. Liefert Ihr Lebensmittelhändler Ihren Einkauf auch nach Hause? Kommt der Friseur zu Ihnen in die Wohnung? Fragen Sie beim Pflegestützpunkt nach!

Seniorenportal Mainfranken

Das Portal bietet Senioren, Angehörigen und Betreuern einen Überblick über die Vielzahl der Dienstleistungen für die ältere Generation. Sie können die Angebote in Ruhe vergleichen, den für ihren Bedarf geeigneten Anbieter auswählen und Kontakt aufnehmen. Im Landkreis Haßberge ist das Portal noch im Aufbau.

Hausnotruf

Der Hausnotruf bietet Sicherheit, falls Sie im Notfall – etwa bei einem Schwächeanfall oder Sturz – Ihr Telefon nicht mehr erreichen. Durch den Druck auf einen Alarmknopf, den Sie als Halskette oder Armband tragen, können Sie Verbindung mit einer Notrufzentrale aufnehmen. Wenn Sie pflegebedürftig sind, können Sie die Teilnahme am Hausnotrufsystem auch bei der Pflegekasse beantragen. Die Pflegekasse beteiligt sich bei Vorliegen einer Pflegebedürftigkeit an den Kosten.

Ambulanter Pflegedienst

Häusliche Pflege sollte immer in einer Zusammenarbeit von pflegenden Angehörigen und professionellen Pflegekräften bestehen. Ambulante Pflegedienste bieten vielfältige Hilfe und Unterstützung – von der Körperpflege und Hilfe bei der Nahrungsaufnahme über häusliche Krankenpflege und medizinische Vorsorge bis zur täglichen Unterstützung im Haushalt. Manche Pflegedienste haben Pflegeschwerpunkte oder bieten Zusatzleistungen wie die Betreuung von Demenzkranken an. Außerdem beraten sie bei der Abwicklung der Formalitäten und zur Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung.

Einen ambulanten Pflegedienst finden Sie unter:

 

Kurse für pflegende Angehörige

Rund zwei Drittel aller Pflegebedürftigen in Deutschland werden von Angehörigen gepflegt. Das kann sehr belastend sein. Um Angehörige zu unterstützen, bieten Krankenkassen, soziale Dienste und andere Träger Kurse an, in denen Sie nützliche Handgriffe gezeigt bekommen, aber auch Antworten auf individuelle Fragen erhalten. Die Kurse werden von den Pflegekassen bezahlt und finden meist abends oder am Wochenende statt. Während Ihrer Abwesenheit zu den Kurszeiten kann eine Ersatzpflegekraft in Anspruch genommen werden.

Niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote

Pflegebedürftige und deren Angehörige haben Anspruch auf Betreuungs- und Entlastungsangebote. Diese bestehen z. B. aus individueller Betreuung durch einen ehrenamtlichen Helferkreis bzw. in Betreuungsgruppen oder aus speziellen Angeboten wie TIPI (Tagesbetreuung in Privathaushalten). Für die Finanzierung der Angebote steht ein zweckgebundenes Budget zur Verfügung.